Vorsorgeplaner für den Ernstfall

Vorsorgeplaner für den Ernstfall

Der Vorsorgeplaner hilft dir und deiner Familie, euch auf Evakuierung, Stromausfall, Hochwasser oder Krankheit vorzubereiten. Du beschreibst deinen Haushalt, und daraus entstehen persönliche Packlisten und Checklisten, die zu euch passen. Du brauchst dafür kein Konto, und deine Angaben bleiben auf deinem Gerät.

Für wen ist das gedacht?

Für Familien, Paare und Singles, die sich vorbereiten wollen, ohne sich durch Dutzende Ratgeber zu lesen. Für Eltern, die wissen möchten, was in den Rucksack des Kindes gehört. Für Haushalte mit Haustieren, Medikamenten oder Hilfsmitteln, die in Standardlisten meist fehlen. Und für alle, die einfach einmal sauber durchgehen wollen, was bei ihnen fehlt.

So funktioniert es in vier Schritten

  1. Haushalt beschreiben. Du gibst deinen Wohnort und dein Land an und legst fest, wer zum Haushalt gehört: Alter, Gewicht und Besonderheiten wie Brille, Medikamente oder Allergien, nur in groben Kategorien. Dazu kommen deine Haustiere.
  2. Szenarien wählen. Evakuierung ist immer dabei. Dazu kannst du Hochwasser, Brand, Notlager im Freien, Stromausfall und den Ausfall der Eltern wählen.
  3. Listen erhalten. Jede Person, die tragen kann, bekommt einen eigenen Rucksack mit passender Tragegrenze. Gemeinsame Ausrüstung wird auf die Erwachsenen verteilt. Dazu kommen Checklisten für Aufbruch, Gesundheit und Dokumente.
  4. Prüfen und nutzen. Du trägst die echten Gewichte ein, und eine Ampel zeigt dir, ob der Rucksack zu schwer wird. Du hakst am Handy ab, was schon gepackt ist, und druckst aus, was auf Papier gehört.

Was die App kann

Packlisten pro Person

Jede Person bekommt eine eigene Liste, abgestimmt auf Altersgruppe und Situation. Wichtiges kommt immer auf die Liste. Optionales fällt weg, wenn der Rucksack sonst zu schwer würde, und die Liste sagt dir dann, was weggelassen wurde.

  • Tragegrenze: Für Erwachsene rechnet die App mit etwa 15 Prozent des Körpergewichts, für Kinder mit etwa 10 Prozent. Du kannst diese Werte ändern. Kinder unter sechs Jahren oder Personen, die nichts tragen können, bekommen keinen Rucksack.
  • Gemeinsame Ausrüstung wie Wasserfilter oder das große Erste-Hilfe-Set wird nach verbleibender Kapazität auf die Erwachsenen verteilt.
  • Gewichtsampel: Du trägst das tatsächliche Gewicht ein, und die Ampel zeigt dir, ob du im grünen Bereich liegst. Die Gewichte im Katalog sind Schätzwerte und als solche markiert.

Besonderheiten im Haushalt

Die App berücksichtigt, was in Standardlisten gern fehlt. Je nach Auswahl kommen Pflichteinträge und Checklisten dazu, zum Beispiel für:

  • Brille, Medikamente und gekühlte Medikamente, Hörgerät
  • Diabetes, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie, schwere Allergien
  • besondere Ernährung, Schwangerschaft, Pflegebedarf
  • Monatshygiene, die bei weiblichen Personen von 12 bis 55 Jahren automatisch auf die Liste kommt

Bei Dialyse, Sauerstoffbedarf, Pflegebedarf und Gehhilfen weist die App darauf hin, dass du eine eigene, genauere Planung brauchst. Eine Standardliste reicht dort nicht.

Sechs Szenarien

  • Evakuierung ist immer dabei und bildet die Grundlage.
  • Hochwasser und Brand mit passenden Ergänzungen und Hinweisen.
  • Stromausfall für Licht, Wärme, Kochen und Kommunikation zu Hause.
  • Ausfall der Eltern: Was müssen Kinder oder Vertrauenspersonen wissen und finden, wenn die Eltern nicht da sind?
  • Notlager im Freien: Dieses Modul schlägt die App nicht pauschal vor. Sie fragt dich nach Anlaufstelle, Wahrscheinlichkeit, Budget und Erfahrung. Die erste Stufe ist günstig und braucht keine Vorkenntnisse. Teurere Ausrüstung wie Isomatte, Tarp, Kocher und Schlafsäcke kommt nur dazu, wenn Budget und Erfahrung passen. Die Liste nennt geschätzte Kosten und begründet, was fehlt.

Haustiere sind eingeplant

Hunde, Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen, Hamster und andere Nager, Frettchen, Vögel, Reptilien, Fische, Pferde und weitere Tiere, im Haus oder draußen. Tiere, die mitkommen, bekommen Futter und Zubehör in den Rucksäcken. Für Tiere, die zurückbleiben, etwa Aquarium oder Freigehege, plant die App einen Vorrat für sieben Tage ein und gibt Hinweise.

Checklisten und Notfallansicht

Neben den Packlisten bekommst du Checklisten für den Aufbruch, für Gesundheit und für wichtige Dokumente. Die Notfallansicht zeigt dir das Wichtigste auf einen Blick. Die Notrufnummern richten sich nach deinem Land (Deutschland, Österreich, Schweiz, sonst die 112).

Haltbarkeit im Blick

Nur Lebensmittel, auch Tierfutter, tragen ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei allem anderen musst du dir keine Daten merken.

Abhaken, auch ohne Netz

Die Seite lässt sich auf dem Handy wie eine App nutzen. Nach dem ersten Laden funktioniert sie auch ohne Internet, sodass du unterwegs oder im Keller abhaken kannst. Was auf Papier gehört, druckst du aus.

Deine Daten bleiben bei dir

  • Alle Angaben werden nur im Browser auf deinem Gerät gespeichert. Sie werden nicht an unseren Server gesendet.
  • Es gibt kein Konto, keine Cookies und keine Analyse-Dienste in der App.
  • Beim Öffnen lädt die Seite nur ihre eigenen Programmdateien und den Katalog der Packlisten.

Wichtig: Wenn du die Browserdaten löschst, sind auch deine Angaben weg. Sichere deinen Stand deshalb über den Punkt „Daten“ als Datei. Die Sicherung kannst du mit einer Passphrase verschlüsseln (AES-256, direkt im Browser). Sie lässt sich in jedem Browser und auf anderen Geräten wieder laden. Ohne Passphrase ist die Datei lesbar, bewahre sie also sicher auf. Die Passphrase kann niemand für dich wiederherstellen.

Häufige Fragen

Muss ich mich anmelden?

Nein. Du startest direkt im Browser, ohne Konto und ohne E-Mail-Adresse.

Kann ich meine Daten auf ein anderes Gerät mitnehmen?

Ja, über die Sicherungsdatei. Du speicherst sie auf deinem Gerät, auf einem USB-Stick oder in einem Ordner und lädst sie auf dem anderen Gerät wieder ein.

Wie genau sind die Gewichte und Kosten?

Alle Gewichte im Katalog sind Schätzwerte und mit einer Tilde markiert. Wiege deine Ausrüstung am besten selbst und trage die echten Werte ein. Kostenangaben im Modul „Notlager im Freien“ sind grobe Richtwerte.

Wo gebe ich Medikamente und Erkrankungen an?

Nur in groben Kategorien, zum Beispiel „Diabetes“ oder „Asthma“. Freitext zu Medizin gibt es im Assistenten nicht. Genaue Angaben zu Medikamenten und Dosierungen gehören in die Unterlagen deiner Ärztin oder deines Arztes.

Was passiert, wenn sich bei uns etwas ändert?

Du kannst Personen, Tiere und Szenarien jederzeit anpassen. „Aktualisieren“ ergänzt nur, was neu dazukommt, und löscht nichts, was du schon abgehakt oder eingetragen hast.

Was der Vorsorgeplaner nicht ist

  • Keine medizinische oder rechtliche Beratung. Besprich Medikamente, Erkrankungen und Vollmachten mit deiner Ärztin, deinem Arzt oder einer Notarin bzw. einem Notar.
  • Kein Ersatz für offizielle Warnungen und Anweisungen der Behörden.
  • Keine Passwort-Verwaltung. Speichere hier keine Passwörter, PINs oder TANs.
  • Kein Ersatz für das Training im Ernstfall. Die Listen helfen beim Packen, aber nur Üben macht sicher.